Vogelgrippe Ansteckungsgefahr und Symptome
Ansteckung von Tier zu Tier
Die Infektionswege von Tier zu Tier sind immer die gleichen, wie bei anderen Influenzaviren.
Verbreitet wird das Virus über Kotpartikel oder Blut beim Schlachten sowie über die Arbeitskleidung und die Arbeitsgeräte.
Wild lebende Vögel
A/H5N1 fiel in Asien dadurch auf, dass durch dieses Virus auch viele von anderen Influenza A-Viren nicht so stark gefährdete Zugvögel getötet wurden. Das Influenzavirus A/H5N1 ist unter wild lebenden Enten und anderen Wasservögeln weit verbreitet. Diese Vögel werden als natürliches Reservoir für das Virus bezeichnet. Es ist für diese Reservoirwirte oft charakteristisch, dass die Tiere slebst gar nicht oder nur leicht erkranken. Diese Form der Koexistenz wird Evolutionbiologen so gedeutet, das sich die Virus-Varianten in der Population ihrer Reservoirwirte verbreiten, die ihre Wirte nicht töten. Das erscheint als klar wenn man die Tatsache betrachtet, das die Virus-Population nicht überlebt wenn der Wirt stirbt. So kann man sagen das die Varianten eines Virustyps, die ihren Wirt längerfristig zur Vermehrung und Verbreitung nutzen, größere Chancen auf Vermehrung haben. In der Regel gelten Wanderwasservögel, See- und Küstenvögel als weniger anfällig gegen diese Erkrankung, dennoch können sie ein entscheidender Faktor bei der geografischen Verbreitung sein.
Hausgeflügel
Die Infektion mit A/H5N1 oder mit anderen Influenza A-Viren kann besonders Zuchtgeflügel zu schwerwiegenden Krankheitszuständen bis hin zum raschen Tod führen. Durch welche Wirtstiere der A/H5N1-Virus auf Zuchtgelügel übertragen wurde ist bisher nicht bekannt. Man vermutet das der Erreger berreits vor dem ersten Todesfall (1997) durch H5N1 unter südchinesischen Enten und Gänsen verbreitet war. Durch die schnelle Reaktion der Behörden von Hongkong konnten alle für Hühnervögel gefährlichen Virusvarianten ausrottet werden, indem der gesamte Zuchtgeflügelbestand getötet wurde. Als 2003/2004 der Erreger erneut ausbrach wurde nicht so rabiat darauf reagiert, was zur Folge hatte das der Virus sich von Jahr zu Jahr weiter ausbreiten konnte. Zwar gelten Tauben als nicht anfällig gegen den A/H5N1-Virus, jedoch bestehen die befürchtungen das sich die Erreger im Gefieder der Tiere verbreiten. Robert Webster vom St. Jude Children's Research Hospital (Memphis USA) stellte mit seinen asiatischen Kollegen fest das der Subtyp A/H5N1 die Hausente in Asien mittlerweile weniger stark erkranken lässt. Das bringt die Gefahr mit sich das die asiatische Hausente als neuer Reservoirwirt zu einem Sammelbecken für A/H5N1-Varianten wird. Das würde bedeuten das die Erreger auch auf andere Tierarten und den Menschen übertragen werden können.
Symptome bei Vögeln
Die Krankheitssymptome der Vogelgrippe sind bei den infizierten Tieren identisch mit denen der akuten Form der Geflügelpest mit anderen Virussubtypen. Besonders schwer ist der Krankheitsverlauf bei Hausgeflügel, insbesondere bei Hühnern und Truthühnern. Als Inkubationszeit werden maximal 21 Tage ausgewiesen. Neben Zeichen allgemeiner Schwäche (Apathie, Inappetenz, stumpfes, struppiges Federkleid) treten hohes Fieber, eine erschwerte Atmung mit geöffnetem Schnabel, Ödeme (d. h. Schwellungen aufgrund Flüssigkeitsaufstauung) an Kopf, Hals, Kamm, Kehllappen, Beinen und Füßen, Blauverfärbung von Haut und Schleimhäuten, wässerig-schleimiger und grünlicher Durchfall, neurologische Störungen (sonderbare Haltung des Kopfes, Störungen der Motorik) auf. Die Tiere legen kaum noch Eier oder die Eier sind dünnwandig oder schalenlos. Mehr als 15 % einer Geflügelherde können sterben, ohne dass zuvor Symptome einer Influenza-Infektion erkennbar waren.

