Vogelgrippe H5N1
Aktuelle Informationen zur Übertragung der Vogelgrippe auf den Menschen


Übergange von A/H5N1 auf den Menschen



Bei der Vogelgrippe handelt es sich um eine Zenoose. Das bedeutet das es sich um eine Krankheit handelt die vom Tier auf den Menschen übertragen werden kann. Zwar sind derzeit die Übergänge von A/H5N1 von Vögeln auf den Menschen noch selten, aber sie enden meistens tödlich. Zu den durch A/H5N1 gefährdeten Personen zählen vor allem Menschen die sehr oft in intensiver Form mit infizierten Tieren in Kontakt sind. Das betrifft zum Beispiel Schlachter, die viel mit dem Kot aber vor allem mit dem Blut der Tiere in Kotakt kommen. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation, hatten alle Kinder die in der Türkei an den Folgen einer H5N1-Infektion gestorbenen sind zuvor direkten Kontakt zu erkrankten Tieren. Es wird vermutet das 2 Übergänge zum Menschen vorgekommen sind, konnten jedoch nicht mit genauer Sicherheit betsätigt werden. Nach Angaben des Friedrich-Loeffler-Institut bestehe bei Brauchwasser aus Regenwasser-Nutzungsanlagen und in Badeseen nur ein geringes Risiko mit den Viren infiziert zu werden. Begründet wird diese Aussage mit der Tatsache, das auch bei der Verbreitung von bakteriell verursachten Magen-Darm-Erkrankungen keine epidemiologische Gefahr besteht, obwohl im Vogelkot ständig solche potentiell pathogenen Bakterien vorhanden sind. Bis jetzt gibt es zwar keine zu 100% nachgewiesene Übertragungsgefahr auf den Menschen, jedoch befürchten Wissenschaftler das beherrschbare Influenza-Viren und das Vogelgrippe-Virus ihr Erbgut tauschen und dabei ein neues Virus bilden welches von Mensch zu Mensch übertragbar ist.

H5N1-Risiko für den Menschen

Zur Zeit ist das Risiko weltweit sehr gering das ein Mensch an einer H5N1-Infektion erkrankt. Pro Jahr sterben im Bundesgebiet, laut amtlicher deutscher Todesursachenstatistik bis zu 20.000 Menschen an den Folgen einer gewöhnlichen Grippe (Infektion mit Humaninfluenza-Viren). Seit einiger Zeit hat die Weltgesundheitsorganisation dem Erreger A/H5N1 unverändert die Pandemie-Warnstufe 3 zugeordnet, das bedeutet den Beginn der Alarmphase, der dadurch definiert ist, dass die Viren in Einzelfällen von Tieren auf den Menschen übergegangen sind. Einige Experten sehen aber die Gefahr das der Vogelgrippe-Erreger sich mit einem Erreger der Humangrippe kreuzen könnte. Dies ist grundlegend möglich und würde zur Folge haben, das der Errger leichter von Tier zu Mensch oder von Mensch zu Mensch übertragen werden könnte.

Infektionsschutz für Menschen

Sollte das Virus H5N1 tatsächlich massiv auf den Menschen übergehen, hat das Robert Koch-Institut Empfehlungen herausgegeben. Besonders Personen die in engeren Kontakt mit infizierten Tieren stehen sind gesetzlich dazu verpflichtet bestimmte vorgeschriebene Schutzmaßnbahmen zu ergreifen. Für diesen Ernstfall gibt es einen Bundesmaßnahmenkatalog. Als sinnvoll ausgewiesen werden geeignete Schutzkleidung, Schutzhandschuhe, Schutzbrille und insbesondere Mundschutz. Das deutsche Auswärtige Amt empfielt in Gebieten die H5N1 betroffen sind nur Geflügelfleisch und Eier zu konsumieren die über 70°C erhitzt worden sind, da dies eventuell vorhandene Viren tötet. Besonders ist der Kontakt mit Tieren die erkrankt sein könnten zu vermeiden. Außerdem sollte in dem Falle auf den Besuch von Vögel- und Geflügelmärkten verzichtet werden. Ärzte warnen besonders vor der Einnahme von antiviraler Mittel, da man über die biologischen Eigenschaften der Vogelgrippe noch zu wenig weis, und auch noch nicht bewiesen ist das die Mittel anschlagen. Es könne zusätzlich zu diesem Verhalten das Entstehen von neuen resistenten Virenstämmen begünstigt werden.

Impfung

Zwar wird schon seit längerer Zeit an einem Impfstoff gegen A/H5N1 geforscht, jedoch steht bis jetzt kein wirksamer Impfstoff für den Menschen zur Verfügung. Wichtig für die Wirkung des Impfstoffes ist, das die Oberflächenproteine des Virus bekannt sind. Es möglich einen wirksamen Stoff gegen die momentan zirkulierenden H5N1-Virusstämme zu entwickeln, jedoch aber nicht gegen heute noch völlig unbekannte, künftige Virusstämme. Nach einer Konferenz der deutschen Gesundheitsminister im Februar 2006 wurden mit der deutschen Arzneimittelindustrie Absprachen getroffen, das 160 Millionen Impfstoff-Einheiten, d.h. über zwei Einheiten pro Bundesbürger, hergestellt werden sollen, falls es zu einer Pandemie kommen sollte.



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