H5N1 in Deutschland
Die Tierseuche in Deutschland
Nach dem in Markersdorf bei Görlitz der Vogelgrippe-Virus H5N1 gefunden wurde, konnten keine weiteren Verdachsfälle festgestellt werden. Die angelaufenen Sicherungs- und Kontrollmaßnahmen werden weiterhin fortgestzt und das Stallhaltungsgebot ist auch noch nicht aufgehoben worden. Inzwischen ist der betroffene Hof desinfiziert und gereinigt worden. Die amtliche Abnahme ist aber noch nicht erfolgt.
Nachdem das Jahr 2008 sehr ruhig die Vogelgrippe betreffend anfing, wurde nun in Sachsen wieder ein Tier mit dem Vogelgrippevirus H5N1 gefunden. Wieder wurde Vorsorglich der ganze Bestand an Tieren gekeult. Neben dem Bundesgrenzschutz ist auch das THW im Einsatz um eine Ausbreitung des Virus zu verhindern. In Deutschland ist es noch kein Mensch an der Vogelgrippe erkrankt, was nicht zu letzt der guten Beobachtung durch verschiedene Institutionen zu verdanken ist.
Im Jahr 2007 sind 320 Fälle des Vogelgrippevirus nachgewiesen worden. Darunter sind Fälle in Bayern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Auch in vielen anderen Staaten der EU wurden 2007 Fälle von Vogelgrippe bei Wildvögeln und bei Geflügelbeständen gemeldet. Auf den Seiten des Robert-Koch-Instituts finden Bürger Antworten zu Fragen die die Vogelgrippe betreffen.
Am 8. Ferbruar 2006 wurden nahe bei Wiek (Rügen) 2 Höckerschwäne tot aufgefunden, da der Verdacht bestand das sie an dem Vogelgrippe-Virus H5N1 gestorben seien wurde eine Genanalyse durchgeführt. Der Leiter des Robert-Koch-Instituts bestätigte diese Verdacht am darauf folgenden Morgen. Am gleichen Tag meldete die Agentur ddp unter Berufung auf das Landratsamt in Bergen den Fund von mehr als 100 verendeten Schwänen nahe der Wittower Fähre auf Rügen. Zur gleichen Zeit wurde bei einem Habicht, der ebenfalls am 8. Februar bei Dranske gefunden wurde, der H5N1-Virus festgestellt. Auch Wochen zuvor wurden wiederholt tote Wildvögel untersucht, ohne dass H5N1 bei ihnen festgestellt wurde. Das Friedrich-Loeffler-Institut gab am 15. Februar bekannt, das die Viren die auf Rügen gefunden wurden, vom Typ H5N1/Asia eng mit denVarianten verwandt sind, die 2005 in der Mongolei und am westchinesischen Qinghai-See nachgewiesen wurden. Einen Tag später wurden durch das Bundeslandwirtschaftministerium zehn weitere H5N1-Funde auf Rügen bekannt gegeben. In den folgenden Tagen erhöhten sich die Funde auf mehr als 100 Tiere die mit dem H5N1-Virus infiziert waren. Gemäß den Vorschriften der Geflügelpest-Verordnung wurden im Umkreis der Fundorte Sperrbezirke eingerichtet sowie eine Stallpflicht verhängt. Außerdem dem wurde ein Transportverbot für Geflügel angeordnet. Auf Grund der Tierseuche hat der Landkreis Rügen am 19. Februar den Katastrophenfall ausgerufen. Um gegen die Seuche vorzugehen, wurden auch Bundeswehr-Soldaten eingesetzt um tote Tiere einzusammeln sowie Schuhe und Fahrzeuge zu desinfizieren.
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